Feuerwehr der Stadt Gerlingen

97-107/2013
11 Unwetterbedingte Einsätze (H0)

Statistik

Datum: 29.07.2013
Alarmzeit: 15:12 Uhr
Einsatzort: gesamtes Stadtgebiet
Fahrzeuge: KdoW, MZF, LF 16/12, DLK 23/12-SE, TLF 16/25-1, GW-R/U, TLF 16/25-2, GW-T, MTW
Weitere Kräfte: Stadt Gerlingen - Baubetriebshof
Stadt Gerlingen - Hochbauamt
Energieversorger EnBW
Polizei Ditzingen

Bericht

Erneut wurde die Freiwillige Feuerwehr Gerlingen gleich zu mehreren unwetterbedingten Einsätzen alarmiert. Die erste Auslösung der Funkmeldeempfänger erfolgte um 15:12 Uhr mit dem Auftrag im Bereich der Breitwiesenschule die Schulpavillons zu schützen. Mit Pumpen wurde versucht die Einlaufschächte frei zu halten, was aber auf Dauer wegen der baulichen Gegebenheiten nicht möglich war. Ein Schaden entstand dennoch nicht.

Weitere Kräfte waren am Robert Bosch Gymnasium im Einsatz und verhinderten hier mit Sandsackbarierren ein weiteres Eindringen von Wasser ins Gymnasium und in den Hasenberg Kindergarten. Die bereits überschwemmten Bereiche wurden trocken gelegt. Aufgrund des aufgeweichten Bodens und des zunehmenden Windes stürzte ein Baum in der Alten Steige um. Dieser wurde mit Hilfe der Drehleiter und Motorkettensäge zerkleinert und beseitigt.

Die Unterführung auf der L1180 kurz vor der Firma Bosch lief ebenfalls voll, da der Straßenablauf mit Unrat verstopft war. Zunächst wurde der Wasserstand durch Abpumpen abgesenkt, anschließend half der städtische Baubetriebshof und ein Landwirt - ebenfalls Angehöriger der Feuerwehr - mit einem Vakuumfass beim frei machen der Straße.

Auch eine Klinik auf der Gerlinger Höhe war vom Starkregen betroffen. In zwei Lichthöfen mit den Maßen von 8 x 8 m, die normalerweise per Entwässerungspumpen entwässert werden, stand das Regenwasser ca. 50 cm. Dadurch drang es in die Schwimmhalle, sowie in den Rehabereich ein. Durch die abwehrenden Maßnahmen der Feuerwehr konnte der Druck auf die Glasscheiben reduziert und ein drohendes Bersten der Glasflächen verhindert werden.

In der Fürsaalstraße kam es zu einem Defekt und anschließendem Wassereintritt ins Gebäude an einer Zisterne. Dadurch drohte diese aufgeschwemmt zu werden. Der Defekt konnte durch fachmännisches Personal der Feuerwehr behoben und das Gebäude wurde wieder trocken gelegt werden.

Gleich fünf unterschiedliche Einsatzstellen bescherte der Feuerwehr das Krummbachtal. Kurz vor 16 Uhr war das Tal aufgrund des Oberflächenwassers nicht mehr befahrbar und wurde durch die Feuerwehr gesperrt.

Prekär wurde es ein paar Minuten später, als die Feuerwehr die Meldung über ein liegengebliebenes Fahrzeug in der Unterführung der L 1180 erhielt, in dem eine Person eingeschlossen sein sollte. Die Person konnte bis zum Eintreffen der Feuerwehr das Fahrzeug aber selbst verlassen. Die Unterführung wurde durch die Feuerwehr gesperrt und an die Polizei übergeben.

Um 18:30 Uhr eilte die Feuerwehr erneut ins Krummbachtal. Angestautes Treibholz verstopfte den natürlichen Ablauf im unteren Bereich, wodurch die Mahdentalstraße stark überflutet und der angrenzende Gärtnereibetrieb stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Durch den Baubetriebshof wurde das Bachbett wieder freigegraben.

Nachdem die letzten Einsatzkräfte gerade wieder zu Hause waren, schrillten die Piepser erneut. Ein Stromausfall auf der Gerlinger Höhe und im Krummbachtal rief den Energieversorger auf den Plan. An der geschädigten Trafostation angekommen, benötigte dieser die Hilfe der Feuerwehr, da die gesamte Station überflutet war. Aufgrund der beiden Staubecken oberhalb der Station, war hier kein Abpumpen möglich. Kontinuierlich lief Oberflächenwasser nach und auch der künstlich angelegte Damm war bereits unterspült. Die Trafostation blieb abgeschaltet. Durch ein mobiles Aggregat des Energieversorgers wurden die betroffenen Bereiche aber wieder mit Strom versorgt.

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