Feuerwehr der Stadt Gerlingen

62/2012
Wasserrohrbruch (H0)

Statistik


Datum: 21.06.2012
Alarmzeit: 17:08 Uhr
Einsatzort: Realschule, Beim Brückentor
Fahrzeuge: KdoW, LF 16/12, GW-R/U, GW-T, MTW
Weitere Kräfte: Werkfeuerwehr Bosch Gerlingen-Schillerhöhe
Stadt Gerlingen - Bürgermeister Hr. Brenner, 1. Beigeordnete Frau Koch-Haßdenteufel, Tiefbauamt, Hallenmeister, Stadtelektriker, Wassermeister, Schulleitung

Bericht

Gegen kurz nach fünf wurde die Gerlinger Feuerwehr mit dem Stichwort "Wasser in Gebäude" zur Realschulturnhalle alarmiert. Dies sollte der Beginn eines langen und materialintensiven Einsatzes sein, ca 2.000m³ (2.000.000 Liter)! mussten durch die Feuerwehr abgepumpt werden.
Vor Ort angekommen stand das Wasser im Heizraum ca. 2m hoch. Noch während man die Ursache suchte, wurden umgehend drei Pumpen eingebracht um das Wasser abzupumpen.
Die Suche ergab, dass der Defekt nicht im Heizraum der Realschule, sondern im Bereich der Turnhalle liegen musste. Dort war ein Zugang, der ca. 3,5m unter Erdgleiche liegt und die Lüftungsanlage beherbergt, eben voll mit Wasser. Der Schieber für die Hauptwasserleitung konnte im Bereich der Aula lokalisiert werden. Er wurde von der Feuerwehr geschlossen um einen weiteren Wasseraustritt zu verhindern. Nachdem städtische Mitarbeiter vor Ort waren, stellte sich heraus, dass die gesamte Halle ca. 1,80m hoch unterkellert sei - alles voller Wasser.
Über den Zugang zum darunter liegenden Technikraum wurden zahlreiche Pumpen eingesetzt, ein optischer Erfolg war in der Anfangsphase aber nicht erkennbar.
Da ein Zugang in den Technikraum wegen des hohen Wasserdrucks nicht möglich war, musste ein Zuluftgitter demontiert werden. Über dieses stieg ein Feuerwehrangehöriger in einem Überlebensanzug. Dieser ist eigentlich für die Eisrettung gedacht, er ist Wasserdicht und speichert die Körperwärme, ein und positionierte weitere Pumpen im eigentlichen Installationsraum.

Kurzer Einsatz zwischendurch wegen des heraufgezogenen Unwetters

Während des Einsatzes zog gegen 21:30 Uhr ein Unwetter über Gerlingen. Da sämtliche Pumpen von den Einsatzfahrzeugen und die speziell für Hochwasser- und Unwetterlagen vorgehaltenen Pumpen im Feuerwehrhaus im Einsatz waren, wurde vorsichtshalber alles für ein schnelles Abrücken vorbereitet.
Gegen 21:45 Uhr war es dann auch soweit und weiterer Einsatz wurde gemeldet. Allerdings kein weiterer Wassereintritt, sondern ein Blitzschlag im Amselweg. Da sich nur noch eine Schrumpfmannschaft, dafür aber genügend Löschfahrzeuge im Feuerwehrhaus befanden, wurde nochmals Alarm ausgelöst. Im Amselweg wurde eine flackernde Straßenlaterne festgestellt, an dem die Abdeckung abzustürzen drohte. Der gemeldete Funkenflug konnte nicht bestätigt werden. Der Bereich wurde abgesichert, der Energieversorger zur Einsatzstelle beordert und die Einsatzstelle an die Polizei übergeben.

Der Einsatz an der Realschule geht weiter

Die Maßnahmen an der Schule zogen sich bis Mitternacht hin, anschließend musste das gesamte Material zurückgebaut werden. Eine Elektrotauchpumpe blieb vor Ort, um nachlaufendes Wasser weiter abzupumpen. Im Feuerwehrhaus wurde das Material noch gereinigt und wieder einsatzklar gemacht. Im Einsatz waren 20 Feuerwehrangehörige mit fünf Fahrzeugen, offizielles Einsatzende war um 0:20 Uhr. Besonderer Dank gilt unserem Wirtschaftsführer und dem Zentralisten, die für gute Verpflegung sorgten, indem Sie 50 Brötchen von Hand schmierten und mit Liebe belegten.

Bilder

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