Feuerwehr der Stadt Gerlingen

228/2010
Ausgelaufener Dieselkraftstoff (G1)

Statistik


Datum: 04.10.2010
Alarmzeit: 16:53 Uhr
Einsatzort: Feuerbacherstraße
Fahrzeuge: KdoW (1/1), RW, 2 (1/2), GW-T (1/3)
Weitere Kräfte: Polizei Ditzingen
Stadt Gerlingen - Baubetriebshof, LKW mit Ladekran
Landratsamt Ludwigsburg - Untere Wasserschutzbehörde
Externer Gutachter und Geologe
Entsorgungsfachbetrieb
Baggerbetrieb mit Kipplaster und Kleinbagger

Bericht

Zu einem langwierigen Einsatz wurde die Gerlinger Feuerwehr am frühen Montag Abend alarmiert. Als um kurz vor 17 Uhr die Piepser schrillten dachten wohl die wenigsten Feuerwehrangehörigen, dass ein achtstündiger Einsatz bevorstehen würde.

Die Alarmmeldung "Ausgelaufener Dieselkraftstoff in der Feuerbacherstraße gegenüber einer Tankstelle" klang für alle relativ unspektakulär. Ein LKW einer Spedition, die Baumaterial an die Einsatzstelle angeliefert hatte, riss sich wohl beim Einfahren auf die Baustelle den Kraftstofftank auf. Eine zu diesem Zeitpunkt noch unbekannte Menge Diesel liefen unbemerkt aus. Erst als das Fahrzeug die Baustelle verlassen hatte, bemerkten andere Bauarbeiter die stinkende Diesellache und alarmierten die Polizei welche kurz darauf die Feuerwehr anforderte.

Die Besatzung des GW-T (GeräteWagen-Transport) machte sich umgehend auf den Weg die Dieselspur von der Feuerbacher- über die Hofwiesen-, Ditzingerstraße bis zum Kreisverkehr Ditzinger-/Dieselstraße abzustreuen. Die Besatzung des Rüstwagens forderte von der Stadt einen LKW mit Ladekran an, um verunreinigtes Erdreich abzugraben. Nach der ersten Schaufel, die triefend nass vor Diesel war, war klar, dass die vorhandenen Mittel nicht aussreichend waren. Die Untere Wasserschutzbehörde sowie ein Gutachter wurden zur Einsatzstelle beordert. Diese schätzten die ausgetretene Menge auf ca. 250 Liter Dieselkraftstoff. Ein Entsorgungsunternehmen samt Bagger wurde angefordert, um am Ende fast 50m³ kontaminiertes Erdreich abzutragen und fachgerecht zu entsorgen.

Die gesamten Maßnahmen zogen sich bis 24 Uhr hin. Die Feuerwehr unterstützte beim Abtragen und nahm in Absprache mit der Polizei immer wieder kurzzeitige Straßensperrungen vor, um den Abtransport der gefüllten Mulden sicher zu stellen. Des weiteren wurde die Einsatzstelle abgesichert und ausgeleuchtet.

Bilder

 

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