Feuerwehr der Stadt Gerlingen

29/2010
Gasgeruch - Kein Durchkommen für die Feuerwehr (G2)

Statistik

Datum: 30.03.2010
Alarmzeit: 18:18 Uhr
Einsatzort: Schillerstraße
Fahrzeuge: KdoW (1/1), LF 16/12 (1/5), DLK 23/12-SE (1/2), TLF 16/25-1 (1/5)
Weitere Kräfte: RTW LB 7/83-1 (ASB Ditzingen)
BSF-T RK LB 66/44-1 (DRK OV Gerlingen)
Polizei Ditzingen

Bericht

Der Gerlinger Feuerwehr wurde am gestrigen Abend Gasgeruch in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Gerlinger Schillerstraße gemeldet.

Bei der Anfahrt zur Einsatzstelle blieb das Löschfahrzeug aufgrund parkender Fahrzeuge in der Schillerstraße stecken. Ein Durchkommen war nicht möglich, worauf das Fahrzeug die komplette Straße rückwärts zurück in die Hofwiesenstraße rangieren musste. Erst von dort konnte die Einsatzfahrt außen herum über die Weilimdorfer-/Schulstraße fortgesetzt werden.

Mittlerweile waren Kommandowagen, Tanklöschfahrzeug und Drehleiter an der Einsatzstelle angekommen. Durch die Feuerwehr wurden Messungen durchgeführt, allerdings konnte keine Gaskonzentration festgestellt werden. Zur Absicherung war der ASB mit einem Rettungswagen sowie der DRK Ortsverein mit einem weiteren Fahrzeug vor Ort.

Auf der Rückfahrt fuhren die Einsatzfahrzeuge erneut den Bereich in der Schillerstraße an, wo vorher das Fahrzeug stecken blieb. Die Parksituation war unverändert. Mit Blaulicht und Martinshorn machten die Fahrzeuge so lange auf sich aufmerksam bis die Besitzer aus Ihren Häusern kamen und ihre Autos entfernten. Mit den Anwohnern wurde das Gespräch gesucht und klar gemacht, dass es bei einem wirklichen Schadenfeuer fatale Auswirkungen hätte und Menschen zu Schaden kommen könnten.

Zugeparkte Straßen sind ein nicht überwindbares Hindernis für Großfahrzeuge der Rettungskräfte. Bei einem Feuer wäre hier kostbare Zeit verloren gegangen, die im ungünstigsten Fall Menschenleben gekostet hätte! Stellen Sie sich vor bei Ihnen brennt es und die Feuerwehr kommt nicht durch! Bitte halten Sie beim Parken die gesetzlich vorgeschriebene Durchfahrtsbreite von ca. 3 m ein.

Danke!

Bericht der Ludwigsburger Kreiszeitung vom 6. April 2010

Autos behindern oft Feuerwehr

„Die Feuerwehr hilft, wenn man sie lässt“, sagt Kreisbrandmeister Arnd Marquardt. In Gerlingen war das jüngst nicht so einfach möglich. Dort wurde die Wehr gerufen, weil in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Schillerstraße Gasgeruch gemeldet wurde. Das Löschfahrzeug blieb wegen parkender Autos stecken.

„Massive Probleme haben wir mit so etwas in Gerlingen-Gehenbühl“, sagt Dennis Blos von der Gerlinger Feuerwehr. Stellenweise könne die Feuerwehr gar nicht in die Straßen einfahren, weil die Autos auf Sperrflächen geparkt würden. „Das kommt zwar nicht häufig vor, aber immer wieder“, berichtet Blos. So wie jüngst in der Gerlinger Schillerstraße. Bei der Anfahrt zur Einsatzstelle blieb das Löschfahrzeug wegen parkender Fahrzeuge stecken, heißt es in der Pressemitteilung der Feuerwehr. Ein Durchkommen sei nicht möglich gewesen, das Fahrzeug musste die komplette Straße rückwärts zurück in die Hofwiesenstraße rangiert werden. Erst von dort konnte die Einsatzfahrt über die Weilimdorfer-/Schulstraße fortgesetzt werden.

„Zum Abschleppenlassen haben wir keine Zeit“, sagt Dennis Blos. Zwar standen die Fahrzeuge nicht auf Sperrflächen, waren aber auf beiden Seiten der Straße geparkt. „So war keine Durchfahrtsbreite von drei Metern mehr eingehalten.“ Wären die Fahrzeuge nur auf einer Seite geparkt gewesen, sei das nicht schlimm gewesen, sagt Blos. Aber so war kein Durchkommen für die Feuerwehr möglich. Dass eine Durchfahrtsbreite von drei Metern eingehalten werden müsse, lerne man übrigens in der Fahrschule, betont der Feuerwehrmann.

Zwar konnte die Feuerwehr letztendlich keine Gaskonzentration in dem Wohn- und Geschäftshaus in Gerlingen feststellen, „aber, wenn es brennt, wäre das das Horrorszenario“, so Blos. Dazu sei es aber im Kreis noch nicht gekommen, fügt Marquardt hinzu. Für den Kreis Ludwigsburg gesamt betrachtet, sagt Arnd Marquardt, dass solche Zwischenfälle oft vorkommen. Um die Bevölkerung zu sensibilisieren, seien sogar schon Handzettel zu diesem Thema verteilt worden. Doch was kann die Feuerwehr bei zugeparkten Straßen machen? „Wir können gleich die Polizei und den Vollzugsdienst mitbringen. Die stellen dann die Halter der Fahrzeuge fest. Gegebenenfalls werden die Autos abgeschleppt“, betont Marquardt.

[Kristina Anger, Ludwigsburger Kreiszeitung]

Bilder

 

Gerlingen ist zwar nicht Hamburg-Harburg, die Umstände waren aber ähnlich:

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