Feuerwehr der Stadt Gerlingen

116/2008
Offener Dachstuhlbrand (B4)

Statistik

Datum: 28.12.2008
Alarmzeit: 01:23 Uhr
Einsatzort: Hauptstraße
Fahrzeuge: KdoW (1/1), LF 16/12 (1/7), DLK 23/12-SE (1/2), TLF 16/25-1 (1/5), MZF (1/2), MTW (1/1), GW-T (1/2)
Weitere Kräfte: Feuerwehr Ditzingen: MZF (1/0), KdoW (1/2), LF 20/16 (1/8), DLK 23/12 (1/2)
Kreisbrandmeister LB 1
NEF RK LB 1/82-1
RTW Akkon LB 5/83-2
RTW RK BB 2/83-1
Führungsfahrzeug RK LB 66/19-1, Ortsverein Gerlingen
Polizei Ditzingen
Energieversorger EnBW
Stadt Gerlingen - Herr Steng
Stadt Gerlingen - Winterdienst

Bericht

Ein Großbrand in der Gerlinger Hauptstraße beschäftigte die Feuerwehren aus Gerlingen und Ditzingen in der Nacht zum Sonntag. Das Feuer war aus bislang ungeklärter Ursache im Dachstuhl eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses ausgebrochen, gleich mehrere Passanten meldeten nach 1:20 Uhr den weithin sichtbaren Feuerschein über Notruf.
Beim Eintreffen der Gerlinger Feuerwehr stand der Dachstuhl im Vollbrand, der Einsatzleiter und Kommandant der Gerlinger Feuerwehr Hans-Jörg Schopf forderte sofort die Ditzinger Wehr mit einer zusätzlichen Drehleiter und einem weiteren Löschfahrzeug zur Unterstützung nach. Aufgrund des fortgeschrittenen Brandes und der Einsturzgefahr im Giebelbereich war zu diesem Zeitpunkt ein Innenangriff nicht zu verantworten. 20 Bewohner eines Nachbarhauses, darunter viele Kinder, hatten zwischenzeitlich ihre Wohnungen verlassen und sich in Sicherheit gebracht.
Mit dem Wenderohr der Drehleiter und drei weiteren Rohren bekämpften die Einsatzkräfte die Flammen von verschiedenen Seiten. Sie verhinderten dadurch eine weitere Brandausbreitung und ein Übergreifen auf benachbarte Fachwerkhäuser. Durch den massiven Löschangriff war das Feuer bereits um 1:55 Uhr unter Kontrolle, die Nachlösch- und Aufräumarbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden. Mit zwei Wärmebildkameras hatten die Einsatzkräfte mehrere Glutnester lokalisiert.
Die Freiwilligen Feuerwehren aus Gerlingen und Ditzingen waren mit elf Fahrzeugen und 43 Kräften angerückt, 14 Angehörige bekämpften die Flammen unter schwerem Atemschutz. Personen kamen nicht zu Schaden, der mit vier Fahrzeugen und neun Einsatzkräften angerückte Rettungsdienst brauchte nicht einzugreifen.
Unklar ist bislang die Höhe des entstandenen Schadens und die Zukunft des historischen Gebäudes. Nach einem Teileinsturz des Kellers im vergangenen Jahr waren seit Monaten aufwändige Renovierungsarbeiten im Gang.

[Andreas Häcker, FF Ditzingen]

Bilder

 

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